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Sonntag, 21. Juni 2026
Stachel im Fleische AfD
maz, 12:58h
In "Der Spiegel" gab es einen interessanten Artikel über Spieler mit türkischen Wurzeln, die plötzlich in der deutschen Nationalmannschaft fehlten. In der Tat, diese spielen, ob aus Deutschland, Niederlande, Dänemark, für die Türkei. Allesamt extrem talentierte Spieler, die in Spitzenvereinen Europas den Ton angeben. Die "Milli Takım" ist, meiner Meinung nach, null divers. Rechtsextreme, Hochreligiöse, Regierungsbüttel, so wie ich es beobachte, sind unsere Spieler. Der Regierung treu und ergeben, exakt so wie deren nationaler Fußballbund. Das ist natürlich nichts Neues. Die Fußballverbände, wie deren Weltdachvereinigung FIFA, zeichnen sich seit jeher nicht unbedingt dadurch aus, dass sie die humanistischen Ideale als höchstes Gut hochhalten. Nur: Gerade diese Nationalmannschaft, die wirklich, allein von ihrer Begabung, dazu prädestiniert wäre, dass wir frühmorgens hupend Berlins, Hamburgs, Kölns Straßen erobert hätten, spielt wie sie denkt: Dumm. Ein Beispiel von vielen: Türkei-Paraguay. Türkei liegt 1:0 zurück. Ein türkischer Spieler fällt. Offensichtlich Schwalbe. Und bleibt liegen. Gestikulert absurd theatralisch. Der Schiedsrichter (übrigens, die beste Schiedsrichterleistung, die ich je erlebt habe, mein Respekt) ignoriert ihn und lässt weiterspielen. Als das Spiel unterbrochen wird, muss der Simulant erst einmal raus, mindestens eine Minute warten, bis er auf das Spielfeld darf. Eine extreme Schwächung eigener Mannschaft. Die millionenfachen Wiederholungen und VAR-Überprüfungen sind an der Seite des Unparteiischen. Der Spieler selbst muss das gewusst haben. Aber welcher Geist, außer denen der Selbstgefälligkeit, des kollektiven Wahrnehmunsverlustes und der mangelnden Selbstreflexion, bringt so etwas hervor? Es ist schon etwas lustig, dass dieser Fußball in der Tat der Spiegel einer Nation sein kann. Machistisch, rassistisch, religiös und vor allem unterwürfig gegenüber den kaputten Mächtigen.
Wie oft habe ich hier angedeutet, ich werde all diese Sportgroßevents boykottieren. Diesmal wurde ich aber schwach und schaue zu. Ich bin nicht so verlogen. Aus irgendwelchen bizarren menschlichen Veranlagungen heraus, wäre ich nicht unglüklich, wenn diese Mannschaft, von der es keinen einzigen Spieler gibt, den ich menschlich mögte(! schreibt man so?), weiterkäme. Auf der anderen Seite, kurz vor dem Schlusspfiff, als ich jenen Spieler, der sich bei der EM mit dem Gruß der Grauen Hunde hervortat, niedergeschlagen weinen sehe, da geht mein Herz auf. Ich freue mich richtig über "unsere" Niederlage und denke, es gibt eine Gerechtigkeit. Dann das Deutschlandspiel gestern. Deutschland liegt zurück, gegen Elfenbeinküste. Gut so, denke ich, befriedigt. Denn mein Lieblingsspieler, Undav, ist auf der Bank. Den Rest kennt man. Es sind die Migranten, die Vielfalt, die zum Sieg führen. Gerade Deniz Undav, dessen Vorname übersetzt nicht nur Meer bedeutet, sondern auch der eines Revolutionärs ist, macht die Tore. Auch Undav wurde in diesem gut recherchierten Spiegelartikel erwähnt. Der einzige Türkeistämmige, dieser Mannschaft- ein ganz feiner Unterschied zum Türkischstämmigen. Der jesidische Kurde, der, nur wenn er seine Herkunft und Kultur verleugnete, bei den Türken unterkäme, entschied sich für Deutschland und gewann. |
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Letzte Aktualisierung: 2026.06.21, 22:30 status
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