.nd.
Dienstag, 9. Februar 2010
Irgendwas
Das ist nicht witzig.
Ich bin vierzig. Über die Jahre habe ich die goldhagensche Tendenz bei nahezu jedem Deutschen festgestellt. Sogar bei meinen engsten Freunden. So ist es halt hier, wenn es gerade kein Stahlgewitter gibt, dann wettern die Sarrazins.
Ich habe mich mit der Sache arrangiert. Es tut mir nur weh, dass mein Sohn so türkisch heißt, wie es nur geht. Aber, sein Vater, seine Mutter, seine Tante, seine Onkel haben es ja auch geschafft, irgendwie. Er wird es hinkriegen - müssen. Vielleicht stärkt es ja den Charakter, schließlich habe ich tagein tagaus mit verdorbenen Kindern einer Wohlstandsgesellschaft zutun, die bar jeglichem Talent und geringster Motivation durchs Leben schmieren. Noch nehmen sie uns die Arbeitsplätze weg, diese Tobias und wie auch immer sie auch heißen. Aber wie lange?
Ich meine, klar, noch gibt es wenig belastbare Unternehmer, wahrscheinlich gar keine Industrielle aus unseren Kreisen (ich habe keine Statistik hierzu parat- eigentlich geht es mir im normalen Leben auch ziemlich am Arsch vorbei, wieviele Türken, Araber, Mongolen usw. "es geschafft" haben, außer es gibt wieder einmal einen Anlass dafür, Hass- oder Sympathiezählungen zur Ausgrenzung hervorzukramen). Höchstens eklektische Kleinunternehmer und wenige (jetzt anteilsmäßig gesehen) Akademiker gibt es. Aber wen juckt's. Vor etwas über zwanzig Jahren war ich der einzige Türke (aber hier auch: erst Hauptschule, dann Oberstufe- nur in dieser Reihenfolge!) auf meinem beschissenen Gymnasium. Die anderen schickte man nach der Sonderschule (ja, damals schickte man uns fleißig zu den Sonderschulen, denn Hauptschule war zu gut für uns) in die Arbeitslosigkeit und Kleinkriminalität, wenn nicht gerade irgendein Innenminister auf die Idee kam, Ausländer in die ihre "Heimat" abzuschieben (man nannte das glaube ich irgendwas-Förderung). Und heute sprechen wir von Immigranten. Heute heißt es: "Hey, Integrand, Absorbens oder was zum Teufel auch immer, bekenne dich zu dieser Heimat, zu deinem Deutschland, zu dieser Sprache, zum Deutschen und zu dieser Religion ... ähm...", ja, spätestens da wird es heikel....
Bla, bla, bla...
Eigentlich habe ich keine Lust mehr weiter zu schreiben, ich bin ein schreibfauler Sack. Etwas anderes war ja auch nicht zu erwarten, von diesem Türken, diesem Wirtschaftsdeutschen...
Denkt euch hierzu eine Schlussparole wie: Irgendwann werdet ihr es bereuen, unseren Intellekt unterschätzt zu haben, aus... und amüsiert euch... schön.

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Letzte Aktualisierung: 2010.02.09, 11:29
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