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Freitag, 16. Juni 2017
Was weg ist, ist weg.
maz, 20:42h
De mortuis aut bene aut nihil zwar, doch: ich mochte Kohl nicht.
Im nachhinein, so scheint es, werden die Taten eines jeden bösartigen, unfähigen Staatsmannes verklärt. Es gibt genügend Schleimer. Von Kohl weiß ich zum Beispiel, dass er, als er sich als Mann der deutschen Einheit feiern wollte, ausgebuht wurde. Er hat nichts für die Einheit gemacht aber später dafür gesorgt, dass über Treuhand die Ostdeutschen richtig ausgenommen wurden. Das gute und ideelle Gesicht Einheits war Willy Brandt, man musste sich aber mit der Fratze des Bundeskanzlers begnügen! Kohl hat sich bei der Spendendenaffäre, die meiner Meinung nach nur Euphemismus für Korruption war, verhalten wie ein orientalischer Despot. Und wurde nicht angemessen belangt. Als stünde er über dem Staat. Heute regen wir Deutschen uns aber über Erdoğan auf. Kohl hat Deutschland und Europa viele Chancen weggenommen. Die Welt wäre ohne Kohls Kanzlerschaft heute ein besserer Ort zum Leben geworden. Der zynische Witz dabei: Gerade er wird als großer Europäer gefeiert. Irgendwann werden wir wohl auch, wenn ihn das Zeitliche segnet, Heldengesänge über Trump ertragen müssen. Unsere abendländische Kultur ist halt von Verlogenheit und Schleimscheißerei gepaart mit absurdem Pathos geprägt. |
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Letzte Aktualisierung: 2025.02.21, 08:33 status
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