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Montag, 17. September 2012
Resümee zur Verwicklung des Staates in die NSU-Morde, Sarrazin, Gauck und Beschneidungsverbot
Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft, die Sprache beherrsche ich ziemlich gut, mein Freundeskreis, meine Nachbarschaft bestehen hauptsächlich aus Deutschen. Ich habe mit unzählig vielen deutschen Frauen gevögelt, habe hier das Abi gemacht und studiert. Mein Schwager ist Deutscher, eine meiner Schwägerinnen.
Dennoch bin ich zu diesem Lande und zu dessen Menschen fremd geblieben. Ich habe mich gerne von diesem Land distanziert. Wenn man mir bedeutete, ich müsse mich zu Deutschland und Deutschen bekennen, fröstelte es mich immer wieder.
Ich denke, ich habe es richtig gemacht, in dem ich meiner Intuition vertraute und am liebsten fremd blieb- immer mit einem Koffer im Flur, zumindest im Geiste. Nachträgliches Deutschsein ist nicht etwas Gutes und Tolles wie, sagen wir mal US-Amerikaner zu sein oder Südafrikaner. Vielmehr fühlt es sich wie ein Schlachthof für Ausländer an. Man muss nur lange genug warten und ist dran.

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Letzte Aktualisierung: 2026.05.27, 15:41
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