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Freitag, 20. Juli 2012
Es ist schon zum Verzweifeln, dass die Medien, darunter auch seriöse, dem Staat auf den Leim gehen.
Bisher berichten die Medien sehr wohlwollend über die Verstrickung des Staates in die NSU-Affäre. Die merkwürdige Aneinanderreihung von Versagensmomenten tut man mit Dilettantismus ab. Akten verschwinden, Verfassungsschützer befinden sich bei Morden in unmittelbarer Nähe, vermeintliche V-Leute, die anscheinend mit den Mördern in Kontakt standen, werden vom Staate alimentiert. Die Gerichte entlassen mutmaßliche Zeugen in die Freiheit und... Akten verschwinden, Akten verschwinden, Akten verschwinden...
Die hiesigen Medien hätten, wenn solche Fälle sich in einem anderen Land ereigneten, zu Recht, eine staatlich gelenkte Mörderbande vermutet. Es gibt auch viele Beispiele für diese Art des rechten Staatsterrorismus gegen die Minderheiten, um bestimmte Ziele einer staatlichen Institution durchzusetzen.
Endlich sollten die Medien aufwachen und sich die Frage stellen, ob es nicht sein kann, dass es ein tieferer Staat im Staate gibt, der eine langfristige Destabilisierungsstrategie (warum auch immer) mit Hilfe der unsäglichen NSU-Terroristen verfolgte, dies aber letztlich vermasselte. Zumindest dies als eine Arbeitsthese aufzustellen, hülfe weiter (auch wenn es eine Spinnerei wäre, würde das Zurücknehmen des von den Journalisten für die Staatsapparate ausgestellten Persilscheines bewirken, dass endlich alle Fakten auf den Tisch kommen. Endlich sollten jene, die NSU ermöglicht haben, bestraft werden- aber nicht mit Aufgabe des Postens und anschließendem finanziell gutgepolsterten Ruhestand. Vielmehr sollten Versager oder Täter, in deren Händen Blut klebt, in den Knast, ins Gefängnis, in den Bau!). Denn es stinkt gewaltig. Und es ist unanständig von Journalisten, dem deutschen Staat in den Arsch zu kriechen.

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Letzte Aktualisierung: 2026.05.27, 15:41
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